Zur Finissage ergreifen noch einmal einige die Gelegenheit, durch die HECKE zu streifen, vorhandene Eindrücke aufzufrischen oder einfach mit uns gemeinsam auf das Ende der Ausstellung anzustoßen.

Wir bedanken uns bei Liz Stumpf, Mette Kleinsteuber und Luise Mörke für die tolle kuratorische Arbeit, das organisatorische Engagement und den langen Atem, mit dem sie sich in das Projekt HECKE eingebracht haben. Hucky, der uns die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat und in der HECKtischen Phase der Vorbereitung mit besänftigenden Worten an unserer Seite stand. Vielen Dank Pia Linz und Hanna Hennenkemper für die intensive und ideenreiche Betreuung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Straff getaktete Urlaubspläne verlangen baldiges Abbauen. Yanchuan rollt schon mal seine Weltkarte zusammen, während einige andere eher feuchtfröhliche Pläne für den Abend schmieden…

 

…die schließlich im Quelleck in der Tiekstraße münden. Eines der letzten „urtümlich gemütlichen“ Orte in Berlin-Mitte. Hier laufen heute jede Menge Gläser Bier aus dem Zapfhahn, der nicht mehr der jüngste sein soll – der älteste in Berlin, sogar. Trotz zwischenzeitlicher Stärkung sinken unsere Köpfe tiefer und tiefer und so ist – nach dieser anstrengenden Woche – schon um halb drei Zapfenstreich. Ein gelungener Abend.

 

 

 

Nach einem langen Zeichnungstag in der Ringbahn findet sich eine Gruppe von SummerSchool-Studierenden der UdK in unserer HECKE ein. Mit 16 Leuten aus 14 Nationen ist das sicherlich die internationalste Besuchergruppe bisher. Doch trotz des langen Tages ist noch keine Spur von Müdigkeit zu spüren. Mit interessierten Fragen fühlen sie den Arbeiten auf den Zahn und Liz Stumpf und Oliver Arendt, die heute für die Führung zuständig sind, haben allerhand zu tun, die Hintergründe der Arbeiten zu beleuchten.

Am zweiten Tag teilten wir uns in drei Gruppen auf. Eine der Gruppen beschäftigte sich mit der Presse, schrieb Blogposts und machte Fotos für Instagram. Eine weitere Gruppe erstellte eigene Kunstwerke, die am Dienstag, den 18.07. von 14–17 Uhr im Albert-Schweitzer-Gymnasium in Neukölln ausgestellt werden. Eine dritte Gruppe probierte verbotene Dinge in der HECKE-Ausstellung aus, die mit Bild- und Videoaufnahmen dokumentiert wurden. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr uns gerne beim Schulfest in Raum 10 besuchen und euch die Ergebnisse anschauen.

Nachdem wir uns und die Arbeiten in der HECKE Ausstellung kennengelernt haben, beschäftigten wir uns mit einzelnen Werken näher. Zu Tillmanns Arbeit haben wir eine Konzentrationsübung gemacht, dabei haben wir fünf Minuten lang eine Sache gemacht, zum Beispiel Sterne gezeichnet, versucht nichts zu denken oder uns in die Augen geschaut ohne zu blinzeln. Zum Schluss haben wir zu unserem Lieblingsbild passende Hashtags gesucht. Eine Auswahl davon findet ihr auf dem #heckeausstellung Instagram-Account.

 

 

 

Wir sind 15 Schülerinnen des Albert-Schweitzer-Gymnasium aus Berlin-Neukölln der Klassenstufen 8-11, die in den nächsten Tag den Blog hier fortführen werden. Bis jetzt haben wir uns in der Galerie gründlich umgeschaut und die Werke der verschiedenen Künstler*innen besprochen. Wir trafen dort auch zwei der beteiligten Künstlerinnen Yehudit und Muriel, die uns ihre Arbeiten vorstellten. Angeregt dadurch gestalteten wir eigene Flugblätter zum Thema Fake News und „Politikerwahrheiten“. In den nächsten Tagen werden wir weitere Blogposts hochladen, also seid gespannt. Wir hoffen sie gefallen euch.

 

Der Kunstverein „Junge Meister“ ist zu Besuch. Ann-Charlotte Gerlach und Luise Mörke geben eine umfangreiche Führung durch die HECKE-Ausstellung. Anschließend wird Kaffee getrunken und reichlich gesprochen. Zeitgemäße Kuration, Studien zur Besucherführung und der Alltag an Kunsthochschulen sind nur einige der Themen, die hier diskutiert werden. Gesättigt von den Eindrücken freuen wir uns auf den Gegenbesuch im Podewil zum Thema „Support Your Local Culture“ nächsten Freitag.

Foto: Seoyoung Won

Am heutigen Abend findet unser Pecha-Kucha-Abend statt. Es geht in den Hörsaal 2 der Humboldt-Universität, wo Vortragspult und Leinwand bereitstehen. Ann-Charlotte Gerlach begrüßt das Publikum und erklärt erstmal, was es mit dem Pecha-Kucha-Format auf sich hat: In rasantem Tempo düst der Vortragende durch 20 Bilder, die jeweils 20 Sekunden eingeblendet werden. Die Gesamtzeit von 6:40 Minuten ist damit auch die maximale Sprechzeit.

So geht es bei Ann-Charlotte um den Humor in der Kunst: Von Rembrandt, über Roth bis hinzu Gerlach selbst gibt es hier beeindruckende Beispiele zu sehen. Mette Kleinsteuber (sie Foto) spricht über Ausstellungsarten in Hinblick auf das Konzept unserer HECKE-Ausstellung. Danach folgt Lukas mit einem Improvisationsvortrag zum Thema „analoge Suche“. Hier treten die unterschiedlichsten Anliegen zutage, wonach in Berlin so alles gesucht wird. Den Abschluss des heutigen Abends liefert Oliver Arendt mit Beobachtungen und Gedanken zu „Hinauf und hinunter“. Von der Kirchturmspitze über Schornsteine bis hin zum Wasserhahn scheinen die Beispiele schier unerschöpflich.

Wir freuen uns sehr, dass so viele Leute mit uns die Eröffnung von HECKE gefeiert haben. Bis in den späten Abend wurde gesprochen, getrunken und die Arbeiten – so gut es eben in den gefüllten Räumen ging – betrachtet.

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Kuratorinnen – (von links nach rechts) Luise Mörke, Liz Stumpf, Mette Kleinsteuber – führen in den Abend ein, beleuchten die sich hinter dem Ausstellungskonzept HECKE befindlichen Gedanken und schließen die Begrüßungsrede mit dankenden Worten ab.

 

 

 

 

 

 

 

Der Duft der frischgepflückten Wiesenblumen überzeugt unseren Hucky ganz und gar. Dass die vielen Fäden, die in der Planung und Vorbereitung der Ausstellung gelegt wurden, in einer so gut besuchten Eröffnung zusammenführten, freuen uns und unseren Gastgeber nur zu sehr. Auch Pia Linz (rechts im Bild) ist froh, dass trotz aller Höhen und Tiefen noch mal alles gut gegangen ist.

 

Irene Fernández Arcas, die hier hinter der Kameralinse ist, erspät einen höchst ephemeren Anblick: In einer Performance erhält ein neugieriger Gast (links im Bild) Einblick in den Handapparat, den Sebastian Pöge (Künstler, Performer, rechts im Bild) bereithält. Es entsteht ein Gespräch, ein Austausch, etwas drittes zwischen den beiden, das im Gewusel der Vernissage so schnell wieder verschwindet, wie es entstanden ist.

 

Auch Oliver Arendts „Säntis“ kommt auf seine Kosten, der vor der blauschimmernden Zeichnung von Irene Fernández Arcas still dem Trubel zusieht. Doch ganz unversehrt bleibt er dabei nicht, ist der weiche Grund doch zu verlockend, „physisch“ betrachtet zu werden.

 

 

Fotos: Nina Langbehn

Hier hat jemand die Präzision im Blut. Mit wenigen Handgriffen reißt Tillmann die Horizonalen an, woran die Bildrahmen dann ausgerichtet werden. Nicht selten siegt das Augenmaß über den Zollstock, wenn Unebenheiten in Decke und Boden der rationalen Vorgehensweise einen Strich durch die Rechnung machen. „Einsachtundvierzig Blickhöhe“ hat hier eine recht dynamische Selbstständigkeit.

Heute werden erstmal die Parzellen nach der ursprünglich ausgelosten Verteilung zugeordnet und mit Namensschildern gekennzeichnet, um dann im weiteren Verlauf des Tausch- und Schiebeprozesses flexibel auf die Änderung der Grundstückbesitzer reagieren zu können. Die Arbeiten werden imaginär an die Wände und in den Raum projiziert, um das Zusammenwirken der Arbeiten im Ausstellungsraum zu simulieren. Es eröffnet sich ein Spannungsfeld zwischen Vorhaben und spontanem reagieren: ein nicht reibungsfreier Spaziergang in der Heckenwelt.

Wollen wir Nachbarn bleiben? – Du bist aber ganz schön bunt… – Tolle Sache! Wir ergänzen uns ganz gut. – Nina, was stellst du überhaupt aus? Brauchst du denn überhaupt zwei Längsgrundstücke? – Wir überlegen noch, ob die beiden Längsgrundstücke auch quer angeordnet sein könnten… Müssen die überhaupt in zwei Längsgrundstücke aufgeteilt sein oder könnten die auch hochkant stehen?, fragt sich Tillmann und stellt sich dabei eine quadratischere Anordnung seiner Präsentationstische vor. – Der Tisch sollte auf keinen Fall skulpturalen Charakter entwickeln. Und Uy, kommt gerade mit rückseitenlosen Rahmen an. Sowas dürfen die doch eigentlich garnicht herausgeben.

Also, wir müssen noch ganz schön tauschen, das wird noch mal ein richtiges Puzzle hier, wer etwas zu simulieren hat, bitte auf sein Grundstück damit. –

 

Foto: Nina Langbehn