Das Adrenalin auf dem Court ist etwas ganz Besonderes: Der aufschlagende Spieler führt 5:2 im dritten Satz. Das Match scheint entschieden. Doch dann trifft der erste Aufschlag ins Aus, der zweite geht ins Netz. Ein glücklicher Passierball des Gegners versetzt ihn 0:30 in Rückstand. Irritiert vom plötzlich aufkommenden Widerstand, serviert er einen weiteren Doppelfehler. Unerreichbar für den entfernt stehenden Aufschläger, setzt ein Return unmittelbar hinter dem Netz auf. Das Aufschlagspiel ist verloren. Nach dem 5:3 will nun nichts mehr gelingen. Der Gegner wittert die Wende und legt noch einen Gang zu.

So oder ähnlich muss es bei Rahel Goetsch zugehen, die in einem fiktiven Tennisspiel gegen sich selbst eine Zeichnung erschafft, die es ganz schön in sich hat. Als passionierte Tennisspielerin ist sie mit den Feinheiten des Tennissports vertraut und auch die Platzpflege am Ende des Spiels erhält ihre Entsprechung: in einer solistischen Serpentine.

 

Foto: Nina Langbehn